Rückblick: BloomReach Connect in Amsterdam

Digitale Erlebnisse: Ohne Personalisierung geht es nicht

Key-Learnings von der Konferenz „BloomReach Connect“

 

Die diesjährige BloomReach Connect, das große Community-Event in Amsterdam, stand ganz im Zeichen der Personalisierung – eines der derzeit brisantesten Themen der Digitalbranche. Das Motto„Let’s get personal“ trifft genau den Puls der Zeit. Mehr als 20 Redner beleuchteten den aktuellen Stand sowie die zukünftige Entwicklung von Digital Experience Plattformen und gewährten Einblicke in die Welt rund um Machine Learning & Co. Über 500 Besucher nahmen an der Konferenz am 6. Dezember in Amsterdam teil.

 

Raj de Datta, CEO von Bloomreach

Raj de Datta, CEO von Bloomreach, bei seiner Eröffnungsrede auf der BloomReach Connect in Amsterdam

Dass die Erwartungen der Kunden wachsen, ist nicht verwunderlich. Die guten Erfahrungen, die sie mit Unternehmen in ihrem privaten Alltag machen, wünschen sie sich heute auch im Geschäftsumfeld. Bequemlichkeit und die Möglichkeit, relevante Informationen einfach und schnell zu finden, sind ihnen besonders wichtig. „Die Schlüssel zu Kundengewinnung und -bindung sind allerdings nicht der Preis oder das Produkt, sondern eine gelungene Experience“, erklärte BloomReach CEO Raj de Datta in seiner Eröffnungsrede. Außerdem warf er die Frage auf, was überhaupt eine gelungene Experience ist. Klar ist in jedem Fall: Statische Websites sind nicht mehr gefragt. Aufgrund der rasanten Geschwindigkeit in der Website-Entwicklung ist es für Unternehmen absolut notwendig, sich den aktuellen Trends anzupassen. Für eine langfristige Kundenbindung ist es daher notwendig, die Customer Experience und die Personalisierung in den Fokus digitaler Aktivitäten zu rücken. Um Kunden genau kennenlernen und einschätzen zu können, benötigen Unternehmen eine intelligente Digital Experience Plattform, die die gesammelten Nutzer-Daten miteinander verknüpft. Das versetzt sie in die Lage, ihren Kunden in Echtzeit genau die Informationen anzuzeigen, die sie suchen. Dass Unternehmen die Relevanz von Big Data erkannt haben, zeigt sich daran, dass sich die Investitionen in Künstliche Intelligenz verdreifacht haben.

 

Brücken schlagen

BloomReach Connect Amsterdam

Let’s get personal in historischen Gemäuern

Gartner Analyst Mike Lowndes erläuterte zu Beginn seines Vortrags die rasanten Entwicklungssprünge in der Website-Programmierung. Noch vor wenigen Jahren war die Website-Erstellung sehr mühselig: Es gab unterschiedliche Systeme zur Erstellung der Website, der mobilen Variante und einzelner Landing Pages – mit der Folge von Daten-Silos. Abhilfe schafften Content-Management-Systeme (CMS), die die Website-Erstellung und -Pflege für jedermann ermöglichen. Die neuste Entwicklung in diesem Bereich markieren Digital Experience Plattformen (DXP). Sowohl bei CMS als auch bei DXP ist der Site-Content in einer Datenbank von seiner Struktur (Template) separiert. Der Unterschied: Während CMS den Content in den Mittelpunkt rücken, stehen bei DXPs die Nutzer im Zentrum. Denn DXPs verfügen über einen Feedback-Loop: Auf Basis der User-Interaktionen können die Plattformen sofort reagieren und personalisierte Inhalte in Echtzeit zur Verfügung stellen. Lowndes stellte aber auch fest, dass nicht etwa Technologien die Herausforderung sind, sondern die Menschen: Sie zeigen sich gegenüber Neuem verschlossen und halten an ineffizienten Prozessen und veralteten IT-Infrastrukturen fest. Vor diesem Hintergrund besteht die technologische Herausforderung darin, Daten wechselseitig auszutauschen. Doch da Systeme wie CRM, PIM oder DAM oftmals keine Schnittstellen haben, ist genau das nicht möglich – mit der Folge von abweichenden Daten an verschiedenen Touchpoints. Damit ist keine durchgängige Customer Journey mehr gegeben, was wiederum in einer schlechten Customer Experience resultiert. Da Unternehmen ihre Bestandssysteme nicht einfach durch neue ersetzen können, schlägt die Stunde der Digital Experience Plattformen: Sie sorgen für die nötige Verbindung zwischen den siloartigen Systemen. DXPs sind radikal offen, wodurch sich sämtliche Daten miteinander verknüpfen lassen – zugunsten einer durchgängigen Customer Experience. Digital Experience Plattformen sind keine Einzellösungen, sondern ein komplexes Ökosystem. Gartner hat die zunehmende Bedeutung von DX-Plattformen erkannt: In Kürze erscheint der neue Magic Quadrant für DXPs.

 

Die Realität bei den BloomReach-Kunden

Hippos @ BRconnect

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr! BloomReach Connect

In einigen Vorträgen und Podiumsdiskussionen kamen auch BloomReach-Kunden zu Wort. Es lässt sich konstatieren, dass sie den Hype um Künstliche Intelligenz, Machine Learning & Co. zwar bemerken, die Umsetzung ist ihrer Meinung nach aber in vielen Unternehmen noch Zukunftsmusik. Um Strategien festzulegen, ist nach wie vor der Mensch erforderlich. Die Maschine hilft lediglich bei der Umsetzung. KI wird den Aufwand mindern und mehr Freiraum für kreative und strategische Aufgaben schaffen. Die aktuell größte Herausforderung besteht laut den BloomReach-Anwendern darin, den Kunden genau zu kennen und für ihn relevante Erfahrungen – etwa durch eine 1:1-Personalisierung – zu schaffen.

BloomReach Connect

Volles Haus mit 500 Gästen

Mitarbeiter von Disney, Conrad Electronics und Weleda hielten fest, dass es absolut notwendig ist, den Kunden in den Fokus der Unternehmensstrategie zu stellen – mit einer durchgängigen Customer Journey und einer gelungenen Customer Experience. Nur so können Unternehmen Kunden langfristig binden und sich positiv von ihrer Konkurrenz abheben.

 

Einen visuellen Eindruck von der BloomReach Connect gibt es hier.

 

 

Vielen Dank BloomReach, dass wir mit in Amsterdam dabei sein durften!

Lutz Haedrich

Über Lutz Haedrich

Marketing Consultant bei Contentserv. Verantwortlich für die Bereiche Video, Text, Web, Leadmanagement. Nerdisch by Nature.
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