Digital Running: Warum Digital-Werden nur der erste Schritt ist

Ständig geht es um die alles entscheidende Frage: „Wie digitalisiere ich am besten?“ Natürlich stellt man sie sich auch im Hause Contentserv. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zeigen, warum Running Digital nur den ersten Schritt eines langen Weges darstellt und die Frage nach der Digitalisierung noch längst nicht zu Ende gedacht ist.

 

Innovative Ideen helfen beim Lauf gegen die Zeit

Beginnen wir von vorne – beim ersten Schritt und einem Beispiel. Beobachtet man heute Sportler, insbesondere Läufer, sind diese mit verschiedensten technischen Devices ausgestattet. Der Puls wird kontrolliert und die Strecke nach dem Training noch einmal überflogen, wo war man am schnellsten und wo am langsamsten unterwegs? Diese und viele weiteren Fragen beantworten heute die kleinen Helferlein, die uns in Form von beispielsweise Apps auf dem Handy auf Schritt und Tritt begleiten und alles messen, was auch nur im entferntesten Sinne von Bedeutung sein könnte. Meistens beschafft man sich die Ausstattung sogar noch, bevor das eigentliche Training startet. Man will ja schließlich auf dem neuesten Stand und technisch optimal gerüstet sein für das Ziel, das man vor Augen hat. Das kann ein Zehn-Kilometer-Lauf oder ein Marathon sein. Oder auch das Ziel, digital zu werden und auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Ganz anders erregte im Sommer 1960 ein Äthiopier bei seinem wohl bedeutendsten Lauf Aufmerksamkeit. Als erster Schwarzafrikaner lief Abebe Bikila in 2:21:23 Stunden in Rom zum Marathongold. Barfuß. Ohne Schuhe, geschweige denn mit anderer technischer Ausrüstung, lief er als Erster über die Ziellinie. Abebe Bikila und Läufer von heute könnten unterschiedlicher kaum sein, und dennoch verbindet sie eines: Laufen muss man heute wie vor knapp 60 Jahren immer noch selbst, denn bei allem, was die Technik zu messen vermag – diese Sache nimmt sie den Läufern auch heute nicht ab.

Bleiben Sie Ihren Kunden auf den Fersen

Was hat nun aber der Laufsport mit der Digitalisierung zu tun? Die Erkenntnis aus dem oben genannten Beispiel lässt sich ebenso auf alle Unternehmen, die sich der Herausforderung Digitale Transformation stellen oder stellen werden, anwenden. Der erste Impuls zum Digital Running muss vom Unternehmen selbst kommen. Innovative Ideen und smarte Technologien helfen dabei, den Prozess zu vereinfachen; ähnlich wie ein Fitnesstracker dem Läufer eine klare Übersicht über seine Trainingsfortschritte gibt und ihn so schneller ans Ziel kommen lässt. Den ersten Schritt aber muss das Unternehmen selbst gehen. Das wichtigste dabei ist, den Schritt gut überlegt zu machen und nicht einfach voller Elan draufloszurennen. Blinder Aktionismus ist besonders auf dem Weg der Digitalisierung nicht zielführend – zu schnell verliert man dadurch den Fokus aufs Wesentliche und weicht vom befestigten Weg ab. Geht man allerdings strukturiert an das Projekt Digitalisierung heran und steckt sich realistische Ziele, die durch planvolles Vorgehen und zielgerichtetes Handeln auch erreicht werden können, ist man auf dem besten Weg, sich heraus aus dem Running Digital und hinein in das Digital Running, das Digital-Sein, zu katapultieren. Das Digital Running ist nach dem Running Digital der zweite und beschwerlichere Schritt. So viel vorweg: Dieser Weg wird nie zu Ende sein. Denn anders als beim Sport ist in der Digitalisierung die Ziellinie dynamisch: Neben Ihnen sind auch Ihre potentiellen Kunden und Ihre Konkurrenz im Rennen und geben alles, dieser Ziellinie näher zu kommen. Ganz überschreiten werden wohl auch sie die Linie nie, aber alle können versuchen zu verhindern, dass sie sich immer weiter von ihnen wegbewegt. Im Lauf gegen die Zeit müssen Sie also alles geben, den Kontakt zu Ihren Mitbewerbern nicht abreißen zu lassen und vor allen Dingen, Ihren Kunden dicht auf den Fersen zu bleiben.

Wie soll man das schaffen? Fangen Sie bei sich selbst an. Das A & O beim Running Digital wie beim Digital Running ist Ihr Fokus. Stellen Sie sich datenfokussiert auf und beginnen Sie bei Ihren eigenen Daten, denn Ihre Produktdaten sind Gold wert. Konzentrieren Sie sich auf diese Schätze, die in Ihrem Unternehmen schlummern. Wenn Sie es schaffen, diese Daten geordnet mit Kundendaten und Ihrem Wissen über die Kunden in Verbindung zu bringen, macht Sie das unschlagbar. Dabei hilft es Ihnen, wenn Sie sich die beiden Eckpfeiler der Digitalisierung immer wieder vor Augen rufen. Das erste Kernelement ist die Technik. Smarte Technologien, individuell auf Ihre Anforderungen angepasst, helfen Ihnen, Ihrer Produktdaten Herr zu werden und sie konsequent und mit höchstmöglicher Qualität zu managen. Durch intelligente Algorithmen sind Sie in der Lage, Informationen über Ihre Kunden nicht nur zu sammeln, sondern sie auch zu ordnen, zu analysieren, in einen logischen Zusammenhang zu bringen und diese Erkenntnisse dann als Basis für neue Entscheidungen zu verwenden. In diesen Prozess muss mindestens genau so viel Energie wie in das Datensammeln gesteckt werden.

Machen Sie den ersten Schritt und starten Sie durch

In einem Satz: Lernen Sie Ihre Kunden kennen! Heute müssen Sie nicht wie Abebe Bikila barfuß und ohne Hilfsmittel Ihr eigenes Rennen gegen die Zeit bestreiten. Überlegen Sie nicht, ob Digitalisierung nötig ist, sondern wie Sie das Projekt angehen, und verpassen Sie den Absprung nicht. Denn die Konkurrenz ist schnell außer Sichtweite. Machen Sie sich die Technik zunutze; sie wirkt wie ein Sprungbrett für Ihren Unternehmenserfolg. Sie können dadurch flexibel auf Veränderungen in Ihrem Marktumfeld reagieren, Hindernissen ausweichen und stets kontrollieren, ob Sie auf dem richtigen Kurs sind. Was dabei allerdings oft vernachlässigt wird, ist der zweite Eckpfeiler der Digitalisierung, die Kultur. Damit sind die Menschen, das Team und Ihre gesamte Umwelt gemeint, die ein Unternehmen oder ein Produkt zu dem machen, was es ist. Digitalisierung ist ein Teamsport, und jeder muss mitziehen. Ohne den nötigen Teamspirit wird ein derartig herausforderndes Projekt schnell zum unüberwindbaren Hürdenlauf. Wenn Sie es schaffen, die beiden Elemente Technik und Mensch optimal zu verknüpfen, dann haben Sie die besten Voraussetzungen geschaffen, auch in Zukunft im Rennen ganz vorne mit dabei zu sein. Denn nur so gelingt Ihnen der Brückenschlag vom Digital-Werden über das Digital-Sein zum Digital-Bleiben.

 

Dieser Artikel wurde am 14.10.2017 auf thegroupofanalysts.com veröffentlicht.

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