Wenn die Kaffeemaschine selbst Bohnen nachbestellt: it’s all about being connected

Kaffeemühle

Heute mahlen die Mühlen anders: Maschinen werden intelligent

Das Internet der Dinge (auch Internet of Things, kurz IoT) tummelt sich wie kaum ein zweiter Begriff auf vielen Buzzword-Listen und -Rankings. Dabei ist es kein neu aufkommendes Phänomen, eher ein „Wiederholungstäter“ mit echtem Potential. Diesem Trend werden in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten von über 15 Prozent und ein wirtschaftliches Potential von bis zu 1.700 Milliarden Dollar zugeschrieben. Fragt man allerdings danach, meinen immer noch wenige zu wissen, was genau unter dem Begriff IoT verstanden wird. Wir bringen Licht ins Dunkel und zeigen Chancen auf, das IoT optimal für sich zu nutzen und als echten Umsatzbooster einzusetzen.

 

Viele von uns haben das Internet der Dinge bereits – mehr oder weniger bewusst – in ihr Leben integriert. Sprachassistenten, intelligente Haushaltsgeräte, Smart Watches oder Fitnessarmbänder beispielsweise zeugen davon, dass Gegenstände aus dem alltäglichen Gebrauch nach und nach „intelligent“ werden. Das ist genau die Bedeutung, die hinter dem Begriff IoT steckt: Aus Gegenständen werden kleine Maschinen, die durch eingebettete Sensoren, Prozessoren und Netzwerktechnik Daten messen, Informationen erfassen, verknüpfen und weiterleiten und schließlich im Netzwerk für die Weiterverarbeitung zur Verfügung stellen.

 

smartes Haus

Das smarte Haus ist längst keine Zukunftsvision mehr

Ein Beispiel ist die smarte Heizung, bei der sich die Heizkörper-Thermostate mit dem Internet verbinden und dadurch die Heizkörper im Haus steuern. Das intelligente Thermostat steuert die Heizung dann auf Basis des Standortes der Bewohner – verlassen alle das Haus, wird die Heizung automatisch herunter geregelt, nähert sich ein Bewohner wieder der Wohnung, ist sie rechtzeitig wieder aufgeheizt, bevor der Erste wieder nach Hause kommt. Mittels einer App kann auch von überall manuell die Kontrolle über die Heizung übernommen werden.

 

Im Grunde genommen dreht sich beim Trend Internet der Dinge alles um den Austausch riesiger Datenmengen, und darum, vernetzt zu sein. Die Systeme sprechen miteinander: Mensch und Maschine sind durch smarte Gegenstände nun permanent miteinander verbunden; ebenso wie Maschinen untereinander.

 

Aber den Trend IoT als solchen kann man nicht isoliert betrachten, denn auch hier gibt es Vernetzungen zu anderen heiß gehandelten Toptrends, wie zum Beispiel Machine Learning, Analytics, Big Data oder der allseits gehypten Künstlichen Intelligenz (KI). Viele dieser Begriffe sind nicht neu auf der digitalen Agenda und werden in einigen Unternehmen bereits angewendet. Eine aktuelle Studie belegt ebenfalls, dass fast jedes zweite deutsche Unternehmen ein IoT-Projekt vorbereitet.

Dieses Ergebnis scheint wenig verwunderlich, denn das Internet der Dinge soll nicht nur das alltägliche Leben erleichtern, sondern stellt vor allen Dingen auch für Unternehmen eine riesige Chance dar.

 

IoT vernetzt Mensch und Maschine sowie Maschine und System

Durch IoT-Technologien können beispielsweise Vorteile in Handel und Logistik erzielt werden. In Echtzeit kann durch die Tools ein Überblick über den Warenbestand oder den genauen Standort bestimmter Gegenstände in großen Lagerhallen gegeben werden. Das verkürzt nicht nur die Wege in der Lagerhalle sondern führt auch zu einer enormen Zeiteinsparung, die vom Auftrag bis zum Versand durch IoT-Technologien erzielt wird.

Allerdings gibt es bei der Durchführung von IoT-Projekten auch einige Herausforderungen zu meistern.

 

So viel vorweg: ein Patentrezept dafür gibt es nicht. Da die Einführung von IoT-Tools nicht nur die Prozesse eines Unternehmens, sondern auch das Geschäftsmodell (zumindest in Teilen) verändert, ist es besonders bei diesen Projekten essentiell, sich einen realistischen und gut durchdachten Fahrplan zurechtzulegen, bei dem Prozesse und interner wie externer Nutzen der Technologie definiert werden. Auf dieser Basis kann dann das Geschäftsmodell neu modelliert bzw. auf die

Anforderungen angepasst werden. Am einfachsten lässt sich dies durch die Zuhilfenahme eines externen Dienstleisters bewerkstelligen, der als Branchenprofi nicht nur die Anforderungen an Markt- und Branchenumfeld, sondern auch an das Projektumfeld und die IoT-Plattform kennt. Ein sauberes Projektmanagement ist bei einem Querschnittsprojekt wie der Digitalisierung unabdingbar – die Veränderungen betreffen schließlich nicht nur einzelne Abteilungen, sondern alle Unternehmensbereiche nachhaltig betreffen. Nehmen Sie daher Ihre Mitarbeiter auf die spannende Reise mit und ziehen Sie gemeinsam an einem Strang, dann stehen Ihnen Tür und Tor für neue Projekte offen!

Projektmanagement

Projektmanagement smart gestalten

 

Nicht weniger wichtig ist jedoch: verrennen Sie sich nicht in Visionen, die Sie von Ihrer aktuellen Position aus nicht erreichen können, sondern stecken Sie sich realistische Ziele. Fangen Sie klein an und arbeiten Sie sich Schritt für Schritt vor, dadurch minimieren Sie das Risiko, zu „stolpern“. Und vergessen Sie eines nicht – das System muss bedienbar sein. Manche Anwendungen funktionieren in der Theorie einwandfrei, wenn aber die Nutzer nicht damit umgehen können, wird auch die wirtschaftlichste Plattform in der Praxis nicht funktionieren. Wenn Sie die Ergebnisse und Folgen realistisch abschätzen, öffnet Ihnen das den Weg in neue Welten des Datensammelns.

Durch das Internet der Dinge und das damit verbundene permanente Sammeln von Daten ist es heute einfacher als je zuvor, neue Erkenntnisse über den Kunden zu gewinnen und dadurch Rückschlüsse auf Gewohnheiten, Vorlieben oder Abneigungen zu ziehen. Die individuellen Empfehlungen, die der Kunde von heute wünscht, sind auf Basis der gesammelten Daten nun endlich möglich.

 

Service-, aber auch Produktionsprozesse lassen sich mittels dem IoT automatisieren. Durch die smarten Tools stehen Unternehmen nun umfangreichere und präzisere Daten zur Verfügung, die mittels entsprechender Algorithmen und Software-Lösungen zu wertvollen Informationen angereichert werden können. Auf Basis dieser Informationen lassen sich neue Dienstleistungs- und Produktangebote schnüren, die individuell und perfekt auf den Kunden abgestimmt sind – und das in Echtzeit und punktgenau.

Wer das IoT in dieser Weise für sich nutzt und es versteht, den Daten-Goldschatz richtig zu analysieren und das wertvolle Potential nutzt und auf Basis dessen neue Zusatzangebote für seine Kunden schafft, macht aus dem gehypten Buzzword ein wertvolles Geschäftsmodell mit ungeahnten Chancen.

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