77% sehen sich als Nachzügler

Die digitale Revolution stellt den stationären Handel vor nie dagewesene Herausforderungen – laut einer Studie des IFH-Köln sind bis 2020 30% des stationären Handels von der Schließung bedroht. Parallel dazu wächst der Onlinemarkt mit 10,5% stärker als erwartet und eine Sättigungsgrenze ist nicht in Sicht. Dennoch sehen sich 77% der befragten Unternehmen in Sachen Digitalisierung eher als Nachzügler.

Wird der stationäre Handel von der Digitalisierungswelle überrollt?

Welle Jein. Digitalisierung ist als echter Dauerbrenner die größte Herausforderung für Händler und gilt als das bestimmende Zukunftsthema für den Retail. In einer Umfrage von 2016 war nur ein gutes Drittel der stationären Einzelhändler im E-Commerce mit einem eigenen Onlineshop und/oder Verkauf über Marktplätze wie Amazon oder Ebay aktiv. Dabei ist Deutschland einer der wachstumsstärksten Märkte für Onlinehandel. Im „Global Retail E-Commerce Index“ liegen nur die USA, China, Großbritannien und Japan auf den Rängen vor Deutschland.

Seit 2016 hat sich einiges getan und immer mehr Retailer erkennen die Chancen, die der Onlinehandel mit sich bringt. Allein im dritten Quartal 2017 ist der E-Commerce in Deutschland um knapp 10% gewachsen und der stationäre Handel holt weiter auf. Aktuell wächst er online sogar stärker als reine Online-Anbieter. Der eigene Onlineshop spielt dabei eine wichtige Rolle. Aber auch digitale Marktplätze wie Amazon, Ebay, Otto & Co. bieten insbesondere kleineren Händlern oder Nischenanbietern ungeahnte Möglichkeiten, mit ihren Produkten eine breite Masse zu erreichen. Laut Online Monitor 2018 gelten besonders FMCG, Wohnen & Einrichten sowie Heimwerken & Garten als DIE Top-Wachstumsmärkte im Onlinehandel.

Prognosen und Handlungsempfehlungen

Auch international geht der Trend immer mehr in Richtung online bzw. Omnichannel. Die Marktforscher von IDC prognostizieren für den weltweiten Handel unter anderem Folgendes:

Damit auch Sie zu dem Teil der Retailer gehören, der die Digitalisierung für sich und sein Unternehmen erfolgreich nutzt, gibt IDC nützliche Ratschläge mit an die Hand:

  • Strukturieren Sie das Customer Experience Management im Hinblick auf Agilität und Kontextrelevanz nu, sodass eine dynamische Kombination der Kundenservices möglich wird, die Informationen, Prozesse und Aktivitäten konsistent nutzt
  • Beschleunigen Sie Investitionen in Omnichannel-Commerce-Plattformen für den Einzelhandel
  • Nutzen Sie ein einheitliches, netzwerkorientiertes Datenmanagement (PIM/MDM) für Agilität und ökosystemgestützte Wertschöpfung

E-Commerce bedeutet also nicht zwangsläufig das Ende des stationären Einzelhandels. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass der stationäre Einzelhandel weiterhin als wichtiger Vertriebskanal bestehen bleibt – nur eben als einer vieler verschiedener Vertriebskanäle.

Anyplace, Anywhere, Anytime

Omnichannel heißt das Zauberwort der Retailwelt von heute. Nicht derjenige, der sein Angebot NUR online oder NUR stationär anbietet, wird auch in Zukunft erfolgreich neben der Konkurrenz bestehen bleiben, sondern derjenige, der es versteht, seine Kunden über die verschiedensten Kanäle so individuell wie möglich anzusprechen und ihnen ein einheitliches Kauferlebnis zu ermöglichen.

Die Mischung macht’s: Finden Sie Ihr persönliches Erfolgsrezept für Ihre digitale Zukunft

Das schafft man durch smarte Technik und innovative Tools. Für eine erfolgreiche Digitale Transformation gibt es kein Standard-Erfolgsrezept. Denn eines darf man bei der ganzen Digitalisierungsgeschichte nicht vergessen: So individuell wie Sie und Ihr Unternehmen sind und sich von der Masse abheben, so individuell sollte auch Ihre Digitalisierungsstrategie sein. Analysieren Sie die Einzelbestandteile genau und finden Sie heraus, welche Wege Sie einschlagen möchten und welche Tools Sie dabei bestmöglich unterstützen können. Die Mischung macht’s.

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