Der Mittelstand und die Digitalisierung – Teil III

MittelstandIn unserer dreiteiligen Reihe „Der Mittelstand und die Digitalisierung“ auf www.digitalisierungsluecke.de nehmen wir es mit dem „Feind“ Digitale Transformation auf – von einer allgemeinen Herangehensweise über Studienergebnisse bis hin zu Erfahrungsberichten aus der Praxis. Drei Wochen, drei Texte, die Ihre Sichtweise auf die Digitalisierung im Mittelstand prägen und den Feind zum Freund machen.

In der letzen Woche drehte sich in der Mittelstands-Reihe alles um die Ergebnisse der Metastudie der Bertelsmann-Stiftung und Kantar TNS zu den Auswirkungen der Digitalisierung im Mittelstand. Diese Woche steht der Praxisteil im Vordergrund.

Führen wirklich viele Wege nach Rom? Wie gehen Mittelständler die Digitale Transformation an? Auf welche Hürden sind sie gestoßen und sind die Anforderungen und Lösungen branchenübergreifend ähnlich?

Wir haben mit Marketing- und IT-Verantwortlichen mehrerer mittelständischer Unternehmen gesprochen – Ein Blick hinter die Kulissen in Bild, Ton und Schrift.

Internationalisierung bei Kurtz Ersa

Kurtz ErsaDie Ersa GmbH, Teil des international agierenden Hightech-Konzerns Kurtz Ersa, geht mit dem PIM von Contentserv neue Schritte in Richtung Digitalisierung. Vor allem die internationale Ausrichtung des Unternehmens brachte in Sachen Übersetzungsprozesse und Bild- sowie Produktdaten Herausforderungen mit sich. Neben einer Unmenge an Daten fallen bei Ersa auch viele Übersetzungsprozesse in verschiedenen Sprachen an. Texte und Bilder mussten für unterschiedliche Kanäle erst mehrfach gepflegt und anschließend auch noch in die jeweilige Sprache übersetzt werden. Neben einem enormen Arbeitsaufwand waren die Prozesse auch anfällig für Fehler.

Der Technologieführer hat sich daher für die Einführung des PIM Systems von Contentserv entschieden. Entscheidend war dabei laut Andreas Spiess, Assistent der Vertriebsleitung der Ersa GmbH, die Usability des Tools: „Neue Systeme müssen praktikabel und einfach in der Anwendung sein; nur dann integrieren sie Mitarbeiter auch in ihren Arbeitsalltag.“

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Perfekt gepflegte Produktdaten bei der Erwin Müller Group

Erwin Müller Group LogoChristian Bacher, Bereichsleiter IT der Erwin Müller Group, zeigt, wie wichtig gepflegte Produktdaten im Unternehmen sind: „Nur mit korrekten Daten können wir die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und Prozesse automatisieren. […] Die zentrale und einheitliche Pflege versetzt uns in die Lage, unsere Produkte effizient international zu vertreiben.“

Auf die Frage, was er Unternehmen raten würde, die den Aufwand, die die Einführung eines PIM Systems mit sich bringt, scheuen, hat er folgenden Tipp parat: „Diskutieren Sie, inwieweit Sie im Hinblick auf Ihren Markt- und Wettbewerb in fünf Jahren mit den bestehenden Datenprozessen konkurrenzfähig sind. Sehen Sie hier ernste Gefahren, ist die Einführung eines PIM-Systems keine Frage des ob sondern des wann und wie.

Die Erwin Müller Group hat aber auch erkannt, dass neben Systemen und Prozessen auch die Mitarbeiter mit der Digitalisierung, und damit mit tiefgreifenden Veränderungen, konfrontiert werden – und begleitet diese Veränderungen daher aktiv mit. Denn nur gemeinsam, und wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, werden neue Arbeitsweisen allmählich zur Routine.

Das gesamte Interview lesen Sie hier.

Umarex als Vorreiter in der Branche

Der Weltmarktführer UMAREX bekommt in der Waffenbranche die Auswirkungen der Digitalisierung noch nicht so sehr zu spüren wie manch anderer. Die Digitale Transformation ist aber auch hier auf dem Vormarsch und viele Unternehmen befinden sich im Umbruch.
UMAREX hat die Zeichen der Zeit als eine der ersten Firmen erkannt: „Bedingt durch die Anforderungen des Marktes, unter anderem für den Verkauf auf Online-Plattformen, benötigen wir und unsere Kunden stetig mehr und komplexere Artikeldaten“, erklärt Marco Schley von UMAREX. Die klassischen Stammdaten aus dem ERP-System sind heute dafür nicht mehr ausreichend. Zudem gibt es konkrete Anforderungen und Vorgaben, in welcher Form und Ausprägung Produktdaten benötigt werden, um sie automatisiert in andere Systeme importieren zu können. Auf diese Anforderungen muss UMAREX flexibel reagieren. Abhilfe schafft ein PIM System – zuvor waren Daten zum Teil gar nicht vorhanden bzw. lagen dezentral auf mehreren Rechnern verstreut. Das Risiko, dass falsche oder unvollständige Daten nach außen kommuniziert werden, war daher hoch. Mit einer zentralen Datendrehscheibe sind diese Probleme schnell beseitigt. „Durch die Datenqualität und –verfügbarkeit schafft sich UMAREX einen Wettbewerbsvorteil, der auf umkämpften globalen Märkten unverzichtbar ist“, ergänzt Marco Schley.

Hier geht’s zum Interview mit Marco Schley in voller Länge.

Intelligente Produkte für eine effiziente Arbeitsweise bei Rieber

Rieber LogoDie Rieber GmbH & Co. KG gehört zu den führenden Anbietern von Küchentechnik. Die Produkte von Rieber decken die gesamte Prozesskette von der Lagerung von Zutaten über den Transport bis zum Servieren ab. Besonders innovativ dabei: Die Qualität der transportierten Lebensmitteln kann zeit- und ortsunabhängig ständig und in Echtzeit durch Bluetooth-Übertragung überprüft werden.

Auch bei Rieber macht sich die Digitalisierung im Unternehmen selbst bemerkbar: Abteilungsübergreifend werden das Produktmanagement, Marketing, Grafiker und der Vertrieb vor neue Herausforderungen gestellt: Mehr Produkte, unterschiedliche Varianten und ein kürzerer Produktlebenszyklus machen die Freigabeprozesse zu einer umständlichen Angelegenheit. Hinzu kommen eine immer größer werdende Anzahl an Touch Points, die mit konsistenten Produktdaten befüllt werden wollen, und gestiegene Anforderungen an die Produktinformationen, die von den Vertriebspartnern kundenindividuell und qualitätsgesichert weitergeleitet werden müssen. Um die Prozesse zu verkürzen und einfacher zu gestalten, hat Rieber in ein zentrales PIM/MAM-System für die Verwaltung, Sortimentsbildung und Publikation von Produktinformationen investiert. Darüber hinaus soll zukünftig die Sortimentssteuerung für alle Touch Points wie Webseiten, Online-Shop, Amazon, kundenindividuelle Exporte der Vertriebspartner und Verbände, Datenblätter und die umfangreichen mehrsprachigen Printmedien zentral gesteuert und erfolgreich umgesetzt werden.

Ulrich Fuchs, Geschäftsführer der Rieber GmbH & Co. KG, zum Digitalisierungsprojekt: „Ziel des Projekts ist es, sämtliche Produktinformationen, klassische Stammdaten, Bebilderungen, Marketing- und Anwendungstexte, in allen Sprachen medienneutral und konsistent zusammen zu führen.“

Mehr zu Rieber und der Projektumsetzung lesen Sie in unserer Pressemitteilung.

basic AG meistert technische Herausforderungen im E-Commerce von Lebensmitteln

Die Bio-Supermarktkette basic hat sich große Ziele gesteckt: der bislang lokale Lebensmittelhandel sollte digital auf verschiedenen Onlinekanälen zur Verfügung gestellt werden, um die letzte Meile zum Kunden schließen zu können. Damit sollte der Grundstein im Multichannel-Management gelegt werden, um aufzuzeigen, dass sich „Bio“ auch vor neuen Wegen nicht scheut und massentauglich ist.

Das Ergebnis: Mit der Einführung von CONTENTSERV als zentrales PIM stehen 60.000 Produkte, knapp 100.000 MAM-Assets, Preisinformationen und zahlreiche sich ständige Lagermengen zur Verfügung, die in die jeweiligen Vertriebskanäle verteilt werden müssen. Die Herausforderung bestand darin, den besonders hohen Anforderungen an die Datenqualität der Produktinformationen gerecht zu werden. Durch die angebundenen SAWSConnectoren liefert basic im 15-Minutentakt Lagermengen, Preise und Produkte zu Amazon – vollautomatisiert.

Sie wollen mehr zur Projektumsetzung erfahren? Die Case Study zur basic AG finden Sie ebenfalls auf unserem Blog.

Das ist mein Weg, welcher ist Ihrer? DEN EINEN Weg gibt es nicht

Nach drei Wochen und unterschiedlichen Blickwinkel auf die Digitalisierung im Mittelstand, sollte nun zumindest eines klar sein: Den einen Weg, der für jede Situation die passende Lösung darstellt, gibt es nicht. Die Anforderungen in Unternehmen sind oftmals ähnlich, die Lösungen aber individuell – so wie das Unternehmen selbst.

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Wichtig ist, sich selbst darüber klar zu werden, dass neue Wege auch neue Situationen und nachhaltige Veränderungen für das gesamte Unternehmen mit sich bringen. Digitalisierung bedeutet nicht nur, ein neues Software-Tool einzuführen, sondern ganzheitlichen Wandel. Alle Beteiligten müssen sich auf diesen Wandel ein- und Änderungen zulassen. Dann steht der Digitalen Transformation nichts mehr im Wege.

Also, wagen Sie den ersten Schritt in Richtung Digitale Transformation. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die passende Lösung für Sie zu finden!

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