Optimierte Übersetzungsprozesse für kürzere Time-to-Market

Heutzutage bewegt sich die Geschäftswelt immer schneller. Die Kunden erwarten Produkte zu einer bestimmten Zeit und somit ist eine kurze Time-to-Market eine Voraussetzung für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Geschäftsprozesse optimiert und automatisiert.

Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Lieferketten grundlegend überarbeitet, um agiler agieren zu können. Einem wichtigen Aspekt wird aber teilweise noch immer unzureichende Beachtung geschenkt: dem Übersetzungsprozess.

Auch in Unternehmen ohne eine interne Lokalisierungsabteilung werden in den meisten Fällen Übersetzungen benötigt. Dann ist es die Aufgabe der Technischen Redaktion, des Marketings oder einer anderen Abteilung, die Übersetzung extern einzukaufen. Wenn also ein Unternehmen die Texte seinem Sprachdienstleister übergibt und die fertigen Übersetzungen erhält, wird die Lieferkette dazwischen oft vergessen. Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema befasst, ist meist überrascht, wie komplex diese Lieferkette sein kann. Und genau hier liegen Optimierungspotenziale versteckt, die einer kürzeren Time-to-Market zugutekommen und gleichzeitig die Übersetzungsqualität steigern.

Wie kann ein Übersetzungsprozess konkret aussehen?

Bevor ein Prozess optimiert werden kann, muss er visualisiert werden. Was passiert vor, während und nach der Übersetzung? Der beauftragte Sprachdienstleister analysiert erst den Projektumfang und die benötigten Zielsprachen. Wenn Sprachen erforderlich sind, die er nicht abdeckt, können Teile des Projekts an einen weiteren Sprachdienstleister weitergeleitet werden. Bei umfangreichen oder dringenden Projekte werden gegebenenfalls mehrere interne oder freiberufliche Übersetzer eingesetzt. Anschließend erfolgt die Korrektur und das Lektorat der Texte. All diese Schritte werden von einem Projektmanager koordiniert.

Grafik Lieferkette Übersetzungen

Entlang der Lieferkette kann es zu einem ungewollten Informationsverlust kommen, denn nicht jeder Projektbeteiligte steht in direktem Kontakt mit dem Auftraggeber. Es besteht also das Risiko, dass Fragen unbeantwortet bleiben, was zu Fehlern in den Texten führen kann.

Mit jeder Übersetzung entstehen neue Informationen. Wenn wiederkehrende Fachbegriffe von unterschiedlichen Personen übersetzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in verschiedenen Texten gleiche Begriffe unterschiedlich übersetzt werden. Wenn zudem schon im Quelltext unterschiedliche Benennungen benutzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit noch größer. Zudem werden gleiche oder ähnliche Sätze mehrmals übersetzt, weil sie nirgends hinterlegt wurden, und dies lässt die Kosten in die Höhe schießen.

Mit der geeigneten Software richtig durchstarten

Mit der richtigen Softwarelösung können auch die Übersetzungsprozesse optimiert und automatisiert werden. Das Risiko des Informationsverlusts wird verringert und darüber hinaus werden die bereits vorhandenen Übersetzungen wiederverwendet, um zukünftige Aufträge einfacher und schneller abzuwickeln. Als Sahnehäubchen können Drittsysteme für einen durchgängigen Content-Erstellungsprozess direkt angebunden werden.

Möglich ist all dies mit einem Translation-Management-System (TMS). Darin werden Funktionen zur Projekt- und Workflowsteuerung mit einem Translation Memory, einer Terminologiedatenbank und einem Übersetzungseditor kombiniert. Jeder übersetzte Satz wird gespeichert, wodurch ganze Sätze oder Teile davon bei zukünftigen Aufträgen mit ähnlichem Inhalt wiederverwendet werden können. Firmeneigene Fachterminologie kann definiert und gespeichert werden, was Zeit und Geld spart und die Corporate Identity stärkt.

Mit einem Translation-Management-System optimal arbeiten

Eines der marktführenden Translation-Management-Systeme ist der Across Language Server. Across bietet zahlreiche Lösungen zur Optimierung des Übersetzungsprozesses. Eine Möglichkeit ist die automatische Projektvergabe in Abhängigkeit von Umfang, Zielsprache, Dokumentenart, Liefertermin und Verfügbarkeit des Übersetzers. Außerdem sparen die Abteilungen mit automatisierten Benachrichtigungen viel Zeit.

Ein essenzieller Bestandteil des Across Language Server ist die Anbindung von Drittsystemen mittels Schnittstellen. Somit kann das Übersetzungsmanagement nahtlos in vor- und nachgelagerte Prozessschritte integriert werden. Produktinformationen können zum Beispiel aus dem PIM-System heraus direkt an den Across Language Server und damit in den Übersetzungsprozess übergeben werden, was sicherstellt, dass die Informationen in allen Sprachen stets auf dem neusten Stand sind. Across ermöglicht zudem die Anbindung von Systemen für maschinelle Übersetzung, Content-Management, Brand Management, Autorenunterstützung und Projektmanagement.

International agierende Unternehmen müssen sich zahlreichen Herausforderungen stellen, aber das Übersetzungsmanagement muss keine davon sein. Weiterführende Informationen sind in den White Papers „Übersetzungsprojekte effizient abwickeln“ und „Das Prinzip von Translation-Management-Systemen“ zu finden.

Über Across
Across LogoMit seinen cleveren Softwarelösungen unterstützt Across Systems Unternehmen und Übersetzer auf der ganzen Welt bei der erfolgreichen Abwicklung ihrer Übersetzungsprojekte. Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen nutzen den Across Language Server und die Across Translator Edition, um ihren täglichen Herausforderungen bei der Lokalisierung von Technischer Dokumentation oder Marketingtexten (z. B. im Bereich E-Commerce) zu begegnen.
Durch den Einsatz der Across-Technologie sind transparente Übersetzungsprozesse mit einem hohen Automatisierungsgrad und größtmöglicher Informationssicherheit umsetzbar. Mithilfe von Schnittstellen lassen sich auch korrespondierende Systeme einfach anbinden. Das Product Information Management-System von Contentserv bildet zusammen mit dem Across Language Server eine perfekte Kombination, um die Lokalisierung Ihrer Produkt- und Marketinginformationen zu optimieren und international durchzustarten.

Christian Weih-SumÜber den Autor

Christian Weih-Sum studierte Anglistik an der Universität Mannheim. Als Mitglied des Management Boards bei Across Systems trägt er maßgeblich zur Unternehmens- und Produktentwicklung bei. Außerdem berät er Kunden zu Sprachtechnologie, Übersetzungsworkflows und integrierten Lösungen beispielsweise für maschinelle Übersetzung.

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